Entwicklung von Analyseverfahren
zur Pestizid-Untersuchung mittels Multimethoden
Die bisher zur Pestizid-Analytik
verwendeten Methoden lassen sich generisch wie folgt beschreiben:
1) Festphasenextraktion (SPE) der (gefilterten)
Wasserproben zur Isolation und Anreicherung der relevanten Analyten
2) Durchführung erforderlicher Waschschritte zur Abtrennung bzw.
Abreicherung der Matrix
3) Elution der Analyten in einem geringen Volumen eines geeigneten
Lösungsmittels
4) chromatographische Analyse.
Dieses generische Verfahren stellte bisher
den Stand der Technik dar. Es ist allerdings, durch die zahlreichen manuell
durchzuführenden Arbeitsschritte ein sehr arbeitsaufwendiges und damit höchst
kostenintensives Verfahren. Zudem weist es auch eine Reihe von Schwierigkeiten
auf, die vor allem in den sehr unterschiedlichen chemischen Strukturen und
Eigenschaften der zu untersuchenden Substanzen begründet sind: es lassen sich
nicht alle Analyten gleichermaßen gut auf den üblichen (silika-basierenden
C18-) SPE-Materialien anreichern, bzw. von den starken Adsorbentien nicht mit
kleinen Lösungsmittelvolumina (wie dies für on-line-Verfahren notwendig wäre)
wieder eluieren. Die chromatographische Trennung kann bei ausreichend
flüchtigen Analyten über die Gaschromatographie (GC) erfolgen, erfordert aber
bei polaren oder thermolabilen Substanzen die Flüssigkeitschromatographie
(HPLC), wobei auch bei der HPLC unterschiedliche chromatographische
Bedingungen und damit getrennte Läufe notwendig sein können. Die üblicherweise
verwendete UV-Detektion hat zudem den Nachteil, für manche Analyten zu
unempfindlich und darüber hinaus nicht ausreichend selektiv zu sein.
Ausgehend vom Stand der Technik
werden/wurden folgende Veränderungen und Verbesserungen an der oben
angeführten generischen Methode untersucht:
a) die Anreicherung der Proben und Elution
in die HPLC erfolgt online,
b) die Detektion der Analyten erfolgt mittels Massenspektroskopie (MS).
Die online-Anreicherung und online-Elution
bieten den Vorteil, dass im Vergleich zum offline-Verfahren entweder
wesentlich niedrigere Nachweisgrenzen bei der Anreicherung gleicher
Probenvolumina erreicht werden können, oder aber bei Beibehaltung der
Nachweisgrenze die anzureichernden Probenvolumina erheblich reduziert werden
können. Der daraus resultierende Vorteil liegt primär in der Beschleunigung
der Probenvorbereitung, aber auch in den dadurch geringeren erforderlichen
Probenvolumina.
Zudem bietet die online-Probenanreicherung
den Vorteil der Automatisierbarkeit. Unter geeigneten Randbedingungen zur
Sicherstellung der Stabilität der Analyten bis zur Analyse können je nach
spezieller Konfiguration bis zu 50 Proben in einer Sequenz untersucht werden,
wobei die Anreicherung und die Analyse verschachtelt und damit zeitökonomisch
ablaufen.
Die Detektion der Analyten mittels
Massenspektrometrie bietet den Vorteil größerer Empfindlichkeit gekoppelt mit
besserer Selektivität der Bestimmung.
Die Entwicklungsarbeit wird fachlich
unterstützt durch:
ao. Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Rosenberg - TU Wien, Institut für Chemische
Technologien und Analytik, Abteilung für Analytische Chemie, Univ. Prof. Mag.
Dr. Allmaier - TU Wien, Institut für Chemische Technologien und Analytik,
Privat- Doz. DI Dr. Hann - BOKU Wien, Institut für Chemie, Department für
Analytik
Das Forschungsprojekt wurde/wird finanziell unterstützt durch die
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG).
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